Digitalisierung & Industrie 4.0
Industrie 4.0 ist für febana keine Marketingvokabel, sondern eine konkrete Engineering-Disziplin: durchgängige Datenflüsse von der Konstruktion bis zur Prüfung, eigenentwickelte Steuer- und Prüfeinrichtungen, voll- und teilautomatisierte Montagelinien sowie verfahrenskombinierende Werkzeuge. Statt Trendbegriffe nachzubeten, beschreibt diese Seite, was bei febana tatsächlich digital läuft — und was bewusst nicht behauptet wird.
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Eigene Automation
Eigenentwickelte elektronische Steuer- und Prüfeinrichtungen — Automatisierung selbst gemacht.
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Verfahrenskombination
OneShot-Verfahren wie HyStamp: Beschnitt + Spritzguss in einem Werkzeug.
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Digitaler Musterbau
3D-Druck, Stereolithografie, Lasersintern, Drahterosion — vom CAD direkt zum Bauteil.
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Datendurchgängigkeit
Vom CAD-Datensatz über die Werkzeugauslegung bis zur Erstmusterprüfung — durchgängige Datenkette.
Digitalisierung in der industriellen Fertigung ist nur dann wirksam, wenn sie auf einer fundierten Verfahrenskenntnis aufbaut. Eine Smart Factory ohne Werkzeugbau-Tiefe ist eine teure Software-Investition ohne Hebel. Bei febana wird Digitalisierung deshalb dort eingesetzt, wo sie konkrete Effekte erzielt: in der Werkzeugkonstruktion, in der CNC-gesteuerten Fertigung, in der automatisierten Montage, in der Prüftechnik und in der Datenkommunikation mit dem Auftraggeber.
Was das in der Praxis bedeutet: Eigenentwickelte Steuer- und Prüfeinrichtungen für jede neue Fertigungslinie. Vollautomatisierte Montagezellen, in denen ESD-empfindliche Bauteile mit beigestellter Elektronik komplettiert werden. CNC-gesteuerte Verfahren wie Drahterosion und Laserschneiden für Musterbau und Werkzeugfertigung. Wöchentliche Projektablaufpläne als Datenbrücke zwischen febana und den Engineering-Teams unserer Kunden.
Industrie 4.0 ist nicht, was die Maschine kann, wenn niemand zuschaut. Industrie 4.0 ist, was an Daten und Funktionen tatsächlich zwischen den Stationen wandert.
Im Rahmen der Automatisierung der Fertigungsprozesse entwickelt febana eigene elektronische Steuer- und Prüfeinrichtungen. Das ist anstrengender, als Standardlösungen zu kaufen — aber es ist die einzige Möglichkeit, Automatisierung exakt auf das jeweilige Bauteil und die jeweilige Verfahrenskombination zuzuschneiden. Standardisierte Industrieautomation deckt 80 Prozent der Anwendungsfälle ab. Bei febana liegen die kritischen 20 Prozent bei den Bauteilen, die wir selbst fertigen.
Anlagen werden mit eigener Steuerungslogik versehen — von der Zuführung über die Bearbeitung bis zum Endhandling.
Funktions-, Dichtigkeits-, elektrische und dimensionale Prüfung an speziell für die Fertigung entwickelten Anlagen.
Vollautomatisiertes und teilautomatisiertes Herstellen komplexer Baugruppen — Zuführung, Montage, Prüfung und Verpackung in verketteter Reihenfolge.
EPA-Bereich (ESD Protected Area) mit automatisierter Zuführung, PCB-Montage und Verguss — z. B. für Sensorbaugruppen mit beigestellter Elektronik.
Verfahrenskombination ist eine der wirksamsten Formen der digitalen Effizienzsteigerung — und sie braucht keinen Cloud-Service, sondern intelligente Werkzeugkonstruktion. Im Forschungsprojekt HyStamp mit der TU Braunschweig (IWF) wird genau diese Logik erprobt: Organoblech wird im Spritzgießwerkzeug beschnitten und direkt umspritzt. Das Ergebnis ist ein OneShot-Bauteil mit definiertem Kantenabschluss, höherer Reproduzierbarkeit und kürzerer Prozesszeit — ohne zusätzliche Anlage, ohne Zwischenlogistik, ohne Datenübergabe zwischen zwei Maschinen.
Funktionsintegration im Werkzeug durch Verfahrenskombination. Definierte Faserlage, höhere Wirtschaftlichkeit, weniger Vorkonditionierung.
Stanz-Biege-Teile werden direkt im Spritzgießwerkzeug eingelegt und umspritzt — die Schnittstelle zwischen Stanzerei und Spritzguss verschwindet.
Mehrere Komponenten werden in einem Stanzschritt „verheiratet" — keine nachgelagerte Montage, keine Toleranzaddition.
Zwei oder drei unterschiedliche Materialien werden in einem Werkzeug gespritzt — ein Bauteil mit mehreren Funktionen aus einem Prozess.
Musterbau ist heute weitgehend digital. Die Verfahren sind etablierte Industriestandards — die Tiefe entsteht durch die Kombination und durch das Zusammenspiel mit dem späteren Werkzeugbau und Serienanlauf.
Bauraummuster und Funktionsmuster mit kurzer Durchlaufzeit — direkt aus dem CAD-Datensatz.
Hochauflösende Muster mit feiner Oberflächenstruktur für Designprüfungen und Funktionsteile.
Funktionsmuster aus seriennahen Werkstoffen — belastbar in Tests und Validierungen.
Kleinserien aus polyurethanähnlichen Materialien — schneller als Werkzeugbau, robuster als 3D-Druck.
CNC-gesteuerte Trenntechnik für Werkzeugteile, Stanzbiegeteile und Prototypen aus Metall.
Präzise Konturen aus Blechmaterialien — direkt aus dem CAD-Datensatz, ohne Zwischenwerkzeug.
Eine durchgängige Datenkette ist die Grundlage jeder Industrie-4.0-Diskussion. Bei febana läuft sie vom CAD-Datensatz des Auftraggebers über die Werkzeugkonstruktion, den CNC-gesteuerten Werkzeugbau, die Stanz- und Spritzgieß-Maschinen mit ihren Prozessdaten, die automatisierten Montagezellen und die Erstmusterprüfung bis zur Serienprüfung und zur Auslieferungsdokumentation.
Auftraggeber-Datensatz wird in der Konstruktionsabteilung übernommen und werkzeuggerecht weiterentwickelt.
Werkzeug wird auf Basis des Bauteildatensatzes ausgelegt — Spritzgieß-, Stanz-, Folgeverbund- oder Umformwerkzeuge.
Werkzeugkomponenten werden CNC-gesteuert gefertigt — Drahterosion, Laserschneiden, Fräsen.
Maschinen liefern Prozessdaten (Druck, Temperatur, Zykluszeit, Maßhaltigkeit); Erstmuster- und Serienprüfdaten werden dokumentiert und an den Auftraggeber übergeben.
Datendurchgängigkeit ist nicht, was die Software verspricht — sondern was zwischen den Stationen tatsächlich ankommt.
Projektstatus, Termine, Verantwortlichkeiten und Risiken werden wöchentlich digital dokumentiert und an den Auftraggeber übergeben.
Standardisierte Projektmanagement-Tools nach IPMA-Methodik — strukturierte Datenkommunikation statt Ad-hoc-Mails.
Erstmusterprüfung mit dimensionalen, materiellen und funktionalen Daten — als digitales Dokument für Werkzeugfreigabe und Anlauf.
Prüfmerkmale, Prozessparameter, Auditprotokolle — digital archiviert und auf Anforderung in IATF/ISO-Audits verfügbar.
✓ CAD-Werkzeug-Werkstoff-Durchgängigkeit
✓ Eigenentwickelte SPS-Steuerungen
✓ EPA-Bereiche mit automatisierter Bauteilzuführung
✓ Eigene Prüfanlagen mit Datendokumentation
✓ Verfahrenskombination im Werkzeug (OneShot/HyStamp)
✓ CNC-gesteuerte Werkzeugfertigung
✓ Verkettete Montagelinien
✓ 3D-Druck, SLA, SLS für Musterbau
✓ Wöchentliche digitale Projektablaufpläne
✓ Forschungsprojekte zu nachhaltigen Werkstoffen (EFRE-FTI)
Systematische Auswertung von Prozessparametern über Maschinenflotte und Werkzeuglebenszyklen — Identifikation von Optimierungspotenzialen jenseits der einzelnen Charge.
Werkzeugzustand, Wartungsintervalle und Reststandzeit als digitalisiertes Asset — von der Konstruktion bis zum EOP-Service.
IMDS-Verknüpfung, Lieferanten-Compliance-Daten und Material-Traceability als integrierter Datenstrom.
Datenbrücke zwischen den Standorten Sömmerda, Oelsnitz und Steinbach-Hallenberg — und perspektivisch dem geplanten Standort Nordafrika.
Wir bauen Digitalisierung dort aus, wo sie zur Fertigungstiefe passt — nicht dort, wo sie sich gerade als Förderfeld eignet.
Smart Factory ist ein Sammelbegriff, unter dem sich vieles und nichts versteckt. Wir benennen lieber, was tatsächlich digital läuft — und was nicht.
Digitale Zwillinge sind für ausgewählte Werkzeuge sinnvoll — aber nicht jeder Stanz- oder Spritzguss-Vorgang braucht eine Cloud-Repräsentation, um s